24. August 2011

"Sonnenrichtfest" bei den Jesteburger Sonnenhäusern

Niedersächsischer Minister für Umwelt und Klimaschutz Sander hält den Richtspruch in der Höhe ab

v.l. Markus Irling, Leitung Vertrieb Heinz von Heiden GmbH Massivhäuser, Karl-Ulrich Kuhlo, Niedersächsischer Minister für Umwelt und Klimaschutz Hans-Heinrich Sander, Ulrike Kuhlo

Karl-Ulrich Kuhlo, Bauherr

"Sonnenrichtfest": Minister Sander hält seinen Richtspruch in der Höhe ab

Jesteburg, den 20. August 2011. Die „Jesteburger Sonnenhäuser“ in der Nordheide feiern „Sonnenrichtfest“. Anlässlich der Fertigstellung von Rohbau, Dach und Fenstern erteilte der Niedersächsische Minister für Umwelt und Klimaschutz Hans-Heinrich Sander den im Bauhausstil gestalteten modernen Einfamilienhäusern den Richtspruch. Da die Häuser keinen Dachstuhl erhalten, wurden statt des traditionellen Richtkranzes am Samstag in Jesteburg Solarzellen auf die Dächer aufgebracht. Damit wurde das Energiesparkonzept der Häuser bereits weitgehend umgesetzt und zugleich die letzte Phase der Fertigstellung der einzigartigen Wohnimmobilien begonnen. „Herausragend ist das Grundkonzept eines Plus-Energie-Hauses, das gleichzeitig im modernsten Design errichtet wird und alle Attribute des komfortablen Wohnens erfüllt“, sagt Bauherr Karl-Ulrich Kuhlo. Das erste der fünf Häuser ist bereits fertig und vom Bauherrn bezogen worden.

Die „Jesteburger Sonnenhäuser“ genießen Pilotcharakter und sollen ein Leitbild für künftiges Wohnen in Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhäusern werden: möglichst günstig beim Energieverbrauch und doch mit allen Annehmlichkeiten modernen Wohnens ausgestattet. „Wir sprechen in unserem Konzept von ‚Energystyle’ als Lebensform, die Energiebewusstsein und Stil gekonnt kombiniert“, erläutert Kuhlo. Dem Projekt angeschlossen haben sich Deutschlands führender Massivhaushersteller, die Heinz von Heiden GmbH Massivhäuser aus Isernhagen bei Hannover, die Sparkasse Harburg-Buxtehude, führender Finanzierungspartner im Süden Hamburgs, sowie Engel & Völkers als Deutschlands größter Vermittler von hochwertigen Wohnimmobilien. Heinz von Heiden - das Unternehmen, das bereits über 40.000 Einfamilienhäuser in seiner erfolgreichen Unternehmensgeschichte gebaut hat- realisiert in Jesteburg hochwertiges Bauen, das zugleich mithelfen kann, die Herausforderungen an die Energieversorgung der Zukunft zu lösen. „Wir sind optimistisch, hier am südlichen Rand Hamburgs ein Modell mitentwickelt zu haben, das künftig in ganz Deutschland auf rege Nachfrage treffen wird“, sagt Markus Irling, Vertriebsleiter der Heinz von Heiden GmbH Massivhäuser.

Minister Sander stieg für seinen Richtspruch extra in den Korb einer Gelenkteleskobbühne und fuhr samt eines Mitarbeiters von SiG Solar und der ersten Solarzelle zum Dach eines "Jesteburger Sonnenhauses" hinauf. In seinem Richtspruch hob er hervor, dass die „Jesteburger Sonnenhäuser“ ein ideales Konzept verwirklicht haben, nach dem die Klimaschutzziele der Politik erfüllt werden und das zugleich ein sehr komfortables und schönes Wohnen ermöglicht. „Wir erwarten eine sehr gute Nachfrage in einem Markt, der sich bereits insgesamt gut entwickelt“, sagt Steffanie Dau, Geschäftsführerin von Engel & Völkers in Buchholz in der Nordheide. „Der Hamburger Immobilienmarkt boomt, was bereits zu erheblichen Preissteigerungen und auch zu einem knapper werdenden Angebot geführt hat. Junge Familien und Ehepaare orientieren sich deshalb wieder verstärkt in den Randlagen und bevorzugen insbesondere auch die Nordheide als besonders idyllischen Ort, der zugleich eine sehr enge Anbindung an die Hansestadt bietet.“

In Jesteburg entstehen die fünf komfortablen Einfamilienhäuser auf einem rund 3.000 Quadratmeter großen Grundstück. Die Gebäude haben keinen Schornstein, aber besonders dicke Außenwände (52 Zentimeter) erhalten – und auf dem Dach blau schimmernde Solarzellen (Photovoltaik). Diese blanken Platten produzieren übers Jahr gerechnet mehr Strom als die ganze Energietechnik in jedem einzelnen Sonnenhaus braucht, um jederzeit für behagliches Wohnen zu sorgen – Haushaltsstrom inklusive. Die überschüssige Energie wird ins Stromnetz der Energieversorger eingespeist.

Eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung und Wärmepumpe sorgt in den „Jesteburger Sonnenhäusern“ zu jeder Tages- und Nachtzeit für ein angenehmes Klima mit frischer Luft. Mauern, Fenster, Fassaden- und Dachverkleidung sind so ausgeführt, dass so gut wie keine Wärme von drinnen nach draußen gelangt. Noch weiter verbessert wird die Energiebilanz durch extrem stromsparende Haushaltsgeräte. Weiterhin verfügen die Häuser über ein komplettes, hochmodernes Beleuchtungssystem mit LED-Strahlern der neuesten Generation. Die modernen kleinen weißen Villen sind deshalb als „Passivhaus“ zertifiziert, so dass sie die, wenn auch deutlich gesunkene, staatliche Förderung erhalten.

Der Primärenergiebedarf der „Jesteburger Sonnenhäuser“ liegt bei gerade einmal 8 kWh/m² im Jahr und ist damit so niedrig, dass sich die künftigen Bewohner nie wieder Gedanken  über steigende Öl-, Gas- oder Strompreise machen müssen. „Unser altes Haus aus dem Jahr 1970 hat fast das Vierzigfache an Energie gebraucht, so dass ich schon deshalb nach Alternativen geschaut habe, die auch mir selbst ein gutes Wohngefühl geben“, sagt Kuhlo weiter.  Dass die Häuser bei einem so geringen Primärenergiebedarf mäßigend auf den Klimawandel wirken, versteht sich von selbst. Verglichen mit herkömmlichen Einfamilienhäusern sparen die „Jesteburger Sonnenhäuser“ jedes Jahr mehr als 20 Tonnen Kohlendioxyd ein.