Baugenehmigung für Ihr Haus: Voranfrage, Antrag und Ablauf

  • Wie Sie erfahren ob Ihr Bauvorhaben genehmigungspflichtig ist
  • Was die Unterschiede zwischen Bauanzeige und Bauantrag sind
  • Wann eine Bauvoranfrage sinnvoll ist

Sobald es um Anträge und Behördengänge geht, sieht man sich schnell mit Paragraphen konfrontiert und es wird kompliziert. Auch das deutsche Baurecht hat seine ganz eigene Sprache. Dass es darüber hinaus auch noch regional geregelt ist und manchmal selbst Kommunen eigene Anforderungen haben, macht es nicht gerade einfacher für Bauherren. Bauantrag, Bauanzeige und Bauvoranfrage. Wir erklären Ihnen alle Begrifflichkeiten, wann welche Art der Baugenehmigung sinnvoll ist und wie Sie bei den unterschiedlichen Verfahren Geld und Zeit sparen.

1. Bauanzeige für nicht genehmigungspflichtige Bauvorhaben

Wann stelle ich eine Bauanzeige?

Eine Bauanzeige ist nur möglich, wenn für Ihr Grundstück ein Bebauungsplan gilt und dieser in allen Punkten eingehalten wird. Informieren Sie sich am besten vor dem Grundstückskauf, ob ein Bebauungsplan vorliegt. Grundsätzlich wird das Baurecht regional geregelt. Bei der zuständigen Baubehörde können Sie sich Auskunft darüber einholen, inwiefern Sie eine Bauanzeige oder einen Bauantrag beantragen müssen.

Wenn eine Bauanzeige genügt, ist das gut. Das Amt prüft die Unterlagen auf Vollständigkeit und Plausibilität. Sie können mit dem Bau beginnen, sofern die Baubehörde innerhalb von vier Wochen keine Einwände erhebt. Die Bauanzeige muss beim Einreichen vollständig und korrekt sein, da keine Änderungen vorgenommen werden können. Die Verantwortung trägt der Entwurfsverfasser. Der Entwurfsverfasser bestätigt, dass das geplante Gebäude den Vorgaben des Bebauungsplans entspricht. 

 

2. Bauantrag für Baugenehmigungspflichtige Bauvorhaben

Wann ist ein Bauantrag notwendig? 

Wenn für Ihr Grundstück kein Bebauungsplan vorliegt oder Sie von diesem abweichen wollen, dann ist in der Regel ein Bauantrag notwendig, um Ihr Bauvorhaben zu genehmigen.

Auf eine Baugenehmigung zu warten, kann schon ein Geduldsspiel werden. Je nachdem, wie ausgelastet das Bauamt ist, kann es bis zu 3 Monate dauern. Aber auch ein halbes Jahr ist nicht selten.

 

Welche Unterlagen benötige ich für den Bauantrag?

Welche Unterlagen für Ihren Bauantrag notwendig sind, erfahren Sie bei dem zuständigen Bauamt und bei Heinz von Heiden. Der Umfang unterscheidet sich im Detail manchmal sogar auf Kommunenebene.

Schauen Sie sich dazu auch auf unserer Homepage die FAQs an.

3. Bauvoranfrage bei Unsicherheit und Sonderfällen

Wann ist eine Bauvoranfrage sinnvoll?

Wenn hinsichtlich Ihres Bauvorhabens Unsicherheiten bestehen, eignet sich eine Bauvoranfrage. Die Unterlagen sind knapper, das Verfahren kürzer und Sie erhalten nach wenigen Wochen Rückmeldung in Form eines positiven oder negativen Bauvorbescheids. Die Anfrage wird beim zuständigen Bauordnungsamt eingereicht.

Bei folgenden Unklarheiten sollten Sie eine Bauvoranfrage stellen:

  • Es ist unklar, ob das Grundstück überhaupt bebaut werden kann
  • Für das Grundstück liegt kein Bebauungsplan vor

Formale oder förmliche Bauanfrage?

Die Bauanfrage kann formal oder förmlich eingereicht werden. Informieren Sie sich auf der Homepage Ihrer Gemeinde über die Kontaktdaten, die notwendigen Unterlagen und ggfs. Vordrucke oder nutzen Sie den Behördenfinder. Üblicherweise müssen ein Lageplan oder ein Auszug aus der entsprechenden Flurkarte, eine Baubeschreibung und Zeichnungen des geplanten Bauvorhabens eingereicht werden.

Wenn die Behörde aufgrund der Voranfrage einen Bauvorbescheid erlässt, wird höchstwahrscheinlich auch der anschließende Bauantrag genehmigt. Mit dem Bau können Sie erst nach Erteilung der Baugenehmigung starten.

4. Kosten der Verfahren

Wie viel kosten Bauanzeige, Bauantrag und -voranfrage?

Für die unterschiedlichen Verfahren werden Kosten bei der Behörde fällig, die nicht bundesweit geregelt sind. Informieren Sie sich bei Ihrem zuständigen örtlichen Amt. 

Bauen mit Heinz von Heiden – das wichtigste auf einem Blick.

Unterschriftsreife Vorbereitung der Unterlagen zur Vorlage bei der entsprechenden Behörde

Folgende Unterlagen werden im Vorfeld benötigt:

  • amtlicher Lageplan/Liegenschaftskataster
  • örtliche Satzung/Bebauungsplan
  • Topographie vom Baugrundstück
  • Kanaltiefenplan

Informieren Sie sich über alle Vorteile, die Sie beim Hausbau mit Heinz von Heiden erwarten.

Hausbau-Vorteile

FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Baugenehmigung

Was muss ich zum Thema Abstandsregeln beachten?

Der mindestens einzuhaltene Abstand zwischen dem geplanten Wohnhaus und der Grundstücksgrenze entspricht der Gebäude- bzw. der Traufhöhe, multipliziert mit einem Wert 0,4 und 1, je nach Bundesland. In der Regel beträgt der Mindestabstand zweieinhalb bis drei Meter. 

 

Was ist ein Bauantrag?

Beim Bauantrag handelt es um den Antrag zur Baugenehmigung Ihres Hauses. Den Bauantrag bereitet Heinz von Heiden für Sie zum Einreichen bei Ihrer regionalen Bauaufsichtsbehörde vor. Folgende Unterlagen benötigen wir hierzu im Vorfeld:

  • amtlicher Lageplan/Liegenschaftskataster/Vermesserlageplan
  • Bebauungsplan / Örtliche Satzungen
  • Topographie vom Baugrundstück, Bodengutachten
  • Kanaltiefenplan

 

Welche Anträge brauche ich für die Bauaufsichtsbehörde?

Bevor Sie mit dem Bau Ihres Traumhauses beginnen können, müssen Sie bei der Bauaufsichtsbehörde einige Anträge schriftlich einreichen, was wir von Heinz von Heiden für Sie zur Weiterleitung vorbereiten. Hierbei handelt es sich um folgende Unterlagen:

  • Bauantragsformular
  • Bauzeichnungen
  • Lage- und Freiflächenplan
  • Baubeschreibung
  • Flächenberechnungen
  • Technische Nachweise (Wärmeschutznachweis, Standsicherheitsnachweis, ggf. Schallschutznachweis)
  • Entwässerungsantrag

 

Was muss ich über das Thema Baugenehmigung wissen?

Die Voraussetzunge für den Baubeginn ist die erteilte Baugenehmigung. Im Baugenehmigungsverfahren wird die Einhaltung bestimmter, jedoch nicht aller öffentlich-rechtlicher Vorschriften überprüft. Der Prüfungsumfang ist abhängig von der Art des Bauvorhabens. 

 

Was ist ein Baugrundstück?

Ein Grundstück gilt als Baugrundstück, wenn es gemäß den öffentlich-rechtlichen Vorschriften mit Gebäuden bebaut werden darf. 

 

 

Wozu benötige ich Bauzeichnungen?

Eine Bauzeichnung ist eine technische Zeichnung des geplanten Gebäudes. Das Gebäude wird in Grundrissen, Schnitt und Ansichten maßstabsgerecht dargestellt.

 

 

Was ist ein Bebauungsplan?

Der Bebauungsplan (auch B-Plan genannt) veranschaulicht, wie Sie Ihr Grundstück bebauen dürfen. Es  werden die Art und Maße der Nutzung festgelegt, wie z.B. Dachsteinfarbe, Gebäudehöhe, maximale Abmessungen des geplanten Wohnhauses.

 

 

Was ist ein Bodengutachten?

Ihr Haus wiegt viele Tonnen. Diese Last muss sicher in den Boden gebracht werden. Da man von oben nicht in den Boden schauen kann, ist ein Bodengutachten vor Baubeginn unerlässlich. Hierbei wird z. B. mittels Rammkernsonden der Untergrund untersucht.

Ein Geologe bestimmt dann die Bodenkennwerte, mit denen unserer Statiker die Bodenplatte (WU-Beton) berechnen kann. Ein Bodengutachten kann bei Heinz von Heiden gleich im Vertrag aufgenommen werden. Die von uns empfohlenen Geologen kennen unsere Häuser und Anforderungen. So ist ein reibungsloser und zügiger Ablauf gewährleistet.

 

 

Was ist ein Flurstück?

Ein Flurstück ist die kleinste vermessungstechnische Einheit der Katasterführung beim Grundbuchamt. Ein Flurstück wird auch als Parzelle bezeichnet. Das Katasteramt weist jedes Flurstück mit einer eigenen Flurstücknummer aus. Die Unterteilung in Gemarkung, Flur, Flurstück hilft dabei, ein Grundstück eindeutig zu identifizieren.

 

 

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