Haus planen - was Sie beachten müssen.

  • Worauf ist bei der Wahl des Baupartners zu achten?
  • Welche Haustypen gibt es?
  • Was bedeutet der Energiestandard?
  • Was ist bei der Hausplanung wichtig?


Ein passendes Grundstück finden, die Finanzierung stemmen, ein geeignetes Bauunternehmen auswählen, sich für Haustyp, Größe und Grundriss entscheiden und noch viel mehr: Wenn Sie Ihr Haus planen, bedeutet das nicht nur viele Entscheidungen zu treffen, sondern auch Zeit und Herzblut in diese Aufgabe zu investieren. Aber es ist auch kein Hexenwerk! Mit den passenden Partnern und den richtigen Tipps meistern Sie diese Aufgabe ohne Probleme. Damit Sie während der Bauplanung Ihres Hauses nicht den Überblick verlieren, zeigen wir Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt in die eigenen vier Wände kommen.

1. Welches Haus möchten Sie bauen?

Ganz egal, ob klassisches Einfamilienhaus, luxuriöse Stadtvilla, modernes Bauhausstil-Haus, ebenerdiger Bungalow oder Doppelhaus – bei der Auswahl Ihres Traumhauses haben Sie die Wahl. Meistens ergibt sich der Haustyp ganz nebenbei, denn jeder Häuslebauer hat spezielle Anforderungen an sein Haus. Jeder Haustyp bietet bestimmte Vorteile. Neben den eigenen Anforderungen an Ihr künftiges Haus wirken oftmals auch äußere Faktoren auf die Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Haustyp ein. Wer beispielsweise nur ein sehr kleines Grundstück zur Verfügung hat, kann eine bestimmte Wohnfläche nicht mit einem ebenerdigen Bungalow realisieren. Informieren Sie sich gerne hier genauer über die verschiedenen Haustypen und lassen sich inspirieren. Häufig bringt Sie auch ein Blick auf die Grundrisse weiter. Behalten Sie zudem immer im Auge, dass der Bebauungsplan nicht immer jeden Haustypen zulässt.

Welche Bauweisen gibt es?

Massivhaus, Fertighaus und Holzhaus – dieses sind die drei am häufigsten vorkommenden Bauweisen in Deutschland. Die Unterschiede ergeben sich vor allem durch das Baumaterial und die jeweilige Herstellung. Während das Massivhaus direkt auf dem Grundstück Stein auf Stein gemauert wird, wird das Fertighaus mit vorgefertigten Elementen aus Holz, Gips und Dämmmaterial angeliefert und vor Ort nur noch zusammengesetzt. Holzhäuser bestehen, wie der Name schon sagt, hauptsächlich aus Holz und werden oftmals schon weitgehend fertig zur Baustelle geliefert. Lassen Sie sich aber nicht durch die Bezeichnungen in die Irre führen. Auch bei einem massiv errichteten Haus besteht der Dachstuhl aus Holzsparren. Fertighäuser gibt es auch in Holzbauweise und ein Fertighaus ist nicht fertig, sobald es zum Grundstück geliefert wird. Zumeist haben Bauherren/innen von vornherein eine favorisierte Bautechnik. Wenn Sie sich unschlüssig sind, können Sie sich hier genauer mit den Vor- und Nachteilen der einzelnen Bauweisen auseinander setzen.

Mit oder ohne Keller bauen?

Ein Hausbau mit oder ohne Keller? Auch die Entscheidung für oder gegen einen Keller ist ein Abwägen von Vor- und Nachteilen. Denn auch wenn ein Keller Geld kostet, kann er einen großen Mehrwert bieten. Der gewonnene Platz kann beispielsweise für den Hausanschlussraum (HAR) genutzt werden, so dass im eigentlichen Wohnbereich mehr Grundfläche zur Verfügung steht. Außerdem wird durch den Keller generell weniger Grundfläche nötig, wodurch das Grundstück entsprechend kleiner ausfallen kann. Moderne Keller sind auch nicht mehr dunkel, feucht und muffig und eignen sich daher nicht nur als Hobby-Raum oder für eine Heimsauna. Bei Bedarf kann der Keller auch als eigene Wohnung ausgebaut werden. Wenn das Budget sowieso schon knapp bemessen ist, unterkellern Sie vielleicht nur einen Teil. Durch den Verzicht auf einen Keller lässt sich zwar viel Geld sparen, da Kosten für den Bodenaushub, Kellerwände und weitere Arbeiten am Untergeschoss entfallen, die Vorteile eines Kellers mit in die Hausplanung mit einzubeziehen, ist jedoch überaus sinnvoll.

2. Haustechnik und Energieverbrauch

Was ist der heutige Energiestandard bei Häusern?

Der Energiestandard eines Gebäudes legt fest, wie hoch der Energiebedarf pro Quadratmeter und Jahr sein darf. Bei der Berechnung werden bauliche Maßnahmen und die Haustechnik berücksichtigt. Die Bundesregierung setzt mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG), die seit Februar 2002 Wärmeschutzverordnung (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV), Standards zum Energiesparen. Das GEG wird regelmäßig aktualisiert, um spätestens ab 2021 dem Niedrigstenergiegebäudestandard der Europäischen Union zu entsprechen. Seit 2016 gelten für alle Neubauten in Deutschland verschärfte Bedingungen. Dabei kommt es auf den Bedarf an Primärenergie des Hauses an und auch auf die Dämmung an. Im besten Fall kann Sie Ihr Baupartner oder Energieberater zu allen Details beraten.

Interessant sind inzwischen nur noch diese drei Klassen: die Effizienzhäuser 55, 40 und 40plus. Die Effizienzhäuser beziehen sich auf die in dem GEG festgeschriebenen Vorgaben. Je geringer der Wert, desto höher ist die Einsparung. Ein KfW-Effizienzhaus 40 benötigt nur 40 Prozent des Jahresprimärenergiebedarf eines vergleichbaren Neubaus nach dem GEG. Zwar sind die Kosten für den Bau eines besonders energieeffizienten Hauses höher als für ein konventionelles Gebäude. Doch lässt sich anhand der Energiekosten berechnen, wann sich die Investitionskosten amortisieren. Zusätzlich bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Förderprogramme und einen Tilgungszuschuss an.

Welche Haustechnik ist bei Häusern möglich?

Unter dem Begriff Haustechnik wird die technische Gebäudeausrüstung in Wohngebäuden zusammengefasst. Die Versorgungstechnik umfasst Elektrik, Heizung und Wasserversorgung. Doch in Zeiten von Internet und Smart Home nimmt vor allem die Elektroinstallation einen immer größeren Stellenwert ein. Neben der Platzierung von Schaltern und Steckdosen werden häufig Netzwerkkabel und Telefonleitungen verlegt, um gleich von Anfang an auf eine Vernetzung aller Anlagen zu setzen. So könnte die Technik im gesamten Haus später über eine App gesteuert werden. Das ist nicht nur komfortabel, sondern spart auch noch Energie.

Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind in vielen Häusern bereits Standard, dazu kommen die Fußbodenheizung und der Anschluss von Solarkollektoren zur Wassererwärmung oder aber zur Stromerzeugung. Hier sollte in jedem Fall bereits bei der Planung auf die Erweiterbarkeit geachtet werden, so dass beispielsweise die nötigen Kabel oder Leerrohre für eine Photovoltaikanlage vom Dach zum Hausanschlussraum vorhanden sind. Ein weiterer Punkt, der bei der Elektroplanung oft vergessen wird, sind Anschlüsse für den Außenbereich und Garten. Entsprechende Kabel für spätere Steckdosen und Lampen sollten gleich mitgeplant werden.

Welche Heizung passt zu mir?

Die schlechte Nachricht gleich vorweg: Die beste Heizung gibt es nicht. Den Hausbauern stehen viele verschiedene Systeme zur Auswahl. Doch nicht jedes System eignet sich für jedes Bauvorhaben. So kann es zum Beispiel sein, dass das Grundstück nicht entsprechend versorgt wird. Fernwärme ist meist nur in Ballungszentren verfügbar und auch eine Anbindung an das Erdgasnetz ist nicht überall gewährleistet. Bei der Entscheidung für Gas bleibt die Möglichkeit, einen Tank für Flüssiggas im Garten aufzustellen. Wärmepumpen benötigen wenig Platz und abgesehen vom Strom keinen weiteren Energieträger.

Auch bei nachwachsenden Rohstoffen ist einiges zu beachten. Wer mit Scheitholz heizt, muss für Nachschub und Lagerkapazitäten sorgen. Zudem muss das Holz noch aufgearbeitet werden. Bei Holzpellets entfällt die zeitaufwändige Vorarbeit, doch diese müssen trocken gelagert werden und benötigen viel Platz, der bereits bei der Raumplanung berücksichtigt werden sollte.

Entscheidend bei der Auswahl der künftigen Heizung sind:

  • Infrastrukturelle und/oder bauliche Gegebenheiten
  • Kosten für die Heizungs-Komponenten und die Installation
  • Persönliche Vorlieben und Ansprüche

3. Bauunternehmen finden

Wie finde ich den richtigen Baupartner?

Die Wahl des richtigen Baupartners ist eine Entscheidung, die jeder Bauherr alleine treffen muss. Hier spielt neben den Fakten das Bauchgefühl eine wichtige Rolle. Doch wenn Sie sich am Ende für einen Baupartner entschieden haben, haben Sie einen kompetenten Partner gefunden, der Ihnen viele Arbeiten abnimmt und Ihnen unterstützend zur Seite steht.

Folgende Fragen sollten Sie vorab klären:

  • Welche Haustypen und -varianten werden angeboten?
  • Lassen sich Grundriss und Raumaufteilung den eigenen Bedürfnissen anpassen?
  • Können Musterhäuser oder Referenzobjekte besichtigt werden?
  • Welche Sonderwünsche sind möglich – beispielsweise eine besondere Energieeffizienz oder Haustechnik?
  • Kann der Bauherr bestimmte Eigenleistungen selbst erbringen?
  • Enthält der Leistungsumfang auch eine umfassende Baubegleitung und Qualitätssicherung?
  • Hat der Baupartner eine gute Bonität?
  • Gibt es einen Ansprechpartner, der bei Fragen zur Verfügung steht?

Hausplanung - so gehts richtig!

Haus planen mit Heinz von Heiden

Bei Heinz von Heiden können Bauherren zwischen einer großen Anzahl verschiedener Haustypen wählen. Die lassen sich selbstverständlich entsprechend der persönlichen Wünsche und Bedürfnisse gemeinsam mit dem Bauherrenfachberater anpassen. Denn auch Heinz von Heiden weiß: Jedes Haus ist so individuell wie seine Bewohner. Nach Vertragsabschluss übernimmt der zuständige Projektplaner die weitere Detailplanung. Nach einem gemeinsamen Planungsgespräch wird der Bauantrag im Hause Heinz von Heiden auf Grundlage dieses Gespräches und eventueller Änderungen erstellt. Ab der Bauphase übernimmt dann der Bauleiter die Koordinierung und steht selbstverständlich auch den Bauherren für Fragen, Wünsche oder Lösung aufgetretener Schwierigkeiten zur Verfügung.

Hausbau-Vorteile

FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Dachkonstruktion

Was ist ein Binderdach?

Das Binderdach ist eine spezielle, kostengünstige Dachkonstruktion, die häufig auf Bungalows und Stadtvillen zur Auslieferung kommt. Die Holzbinder werden mit Hilfe von Nagelplatten und Leim miteinander verbunden, sodass sie stabil sind und große Kräfte aushalten können. 

 

Was ist ein Drempel?

Der Drempel oder auch Kniestock genannt, ist die traufseitige Wandzwischen oberster Geschossdecke und Dachkonstruktion, also eine Verlängerung der Hausaußenwand bis unter das Dach entlang der Regenrinne.
Je höher der Kniestock ist, desto mehr Stellfläche steht unter der Dachschräge zur Verfügung. Drempel und auch Kniestock sind keine festdefinierten Begriffe im Sinne der Landesbauordnungen (LBO) und werden von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich interpretiert. Oft wird im Bebauungsplan eine maximale Drempelhöhe festgelegt, um das Dachgeschoss gestalterisch den unteren Geschossen unterzuordnen.

 

Was ist ein Erker?

Ein Erker ist ein geschlossener, überdachter und mit Fenster oder Türen versehener Vorbau an der Fassade eines Hauses. Ein Erker erweitert die Wohnfläche Ihres Hauses.

 

Was ist ein Flachdachterrassengiebel?

Der Flachdachterrassengiebel ist die moderne Variante des Terrassengiebels mit Satteldach. Er bietet Ihnen die Möglichkeit auch bei einem klassischen Einfamilienhaus mit Satteldach mehr senkrechte Fenster für alle Räume zu haben.

Sie kommen ohne ein Dachflächenfenster aus, wenn der Raum in der Mitte des Hauses liegt und nicht durch ein Fenster in der Giebelseite belichtet werden kann. Sie erhöhen in der Regel durch dieses Bauteil den Anteil der Wohnfläche, die Sie in voller Höhe genießen können.

Den Flachdachgiebel gibt es auch für die Eingangsseite Ihres Hauses, hier belichtet er den Eingangsbereich und den Flurbereich im Dachgeschoß. In der Anlage sehen Sie den Eingangsgiebel in der Ausführung als Kapitänsgiebel. Charakteristisch hierfür ist die steile Dachneigung des Bauteiles.

 

Was ist eine Gaube?

Die Gaube oder auch Dachgaube ist ein Dachaufbau mit Fensternim geneigten Dach eines Gebäudes. Eine Gaube vergrößert den nutzbaren Raum im Dachgeschoss. Charakteristisch für eine Gaube ist weiterhin, dass keine ihrer Seiten in Verbindung mit dem beispielsweise gemauerten Baukörper steht, der das eigentliche Haus darstellt. Sie baut konstruktiv auf dem Dach auf.
Eine Gaube kann unterschiedliche Dachformen haben, die sich z.B an das Hauptdach anlehnen. Man spricht dann beispielsweise auch von einer Satteldach- oder Walmdachgaube.

 

 

Wie sieht ein Pultdach aus?

Ein Pultdach ist eine Dachform aus nur einer geneigten Dachfläche. Die untere Kante bildet die Dachtraufe, die obere den Dachfirst. Zu beiden Seiten befinden sich die Ortgänge. 

Was ist ein Satteldach?

Ein Satteldach oder Giebeldach ist die klassische Dachvariante eines Hauses. Es besteht aus zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen, die an der höchsten Stelle, dem Dachfirst, miteinander verbunden sind. Es ermöglicht eine Vielzahl von verschiedenen Dachneigungen und Traufhöhen. Satteldächer gelten als robust und witterungsbeständig und sind relativ schnell und kostengünstig auszuführen.

Was zeichnet ein Walmdach aus?

Das Walmdach hat sowohl auf der Traufseite als auch auf beiden Giebelseitengeneigte Dachflächen. Diese sog. Walme ersetzen die Giebel. Dadurch weist das Dach an allen vier Seiten Schrägen auf. Ein Walmdach endet jedoch in jedem Falle in einem Dachfirst. 

Wie sieht ein Zeltdach aus?

Ein Zeltdach ist eine Dachform, die sich durch vier gegeneinander geneigte Dachflächen auszeichnet, die in einer Spitze, dem Firstpunkt, zusammenlaufen. 

Was ist ein Zwerchgiebel?

Der Zwerchgiebel  oder auch Zwerggiebel ist ein quer (= „zwerch“) zum Giebel des Hauptdaches ausgerichteter Giebel. Im Gegensatz zur Gaube steht der Zwerchgiebel in der Flucht der Hauswand. Der First des Zwerchgiebels ist nicht bis zum First des Hauptdaches hochgezogen. Das Dach des Zwerchgiebels kann in unterschiedlichen Dachvarianten ausgebildet sein, z.B. als Satteldach oder als Flachdach. 

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